Gutes Jahr für Metabo: Umsatz steigt um knapp 10 Prozent

Nürtingen, 20.05.2019

Akku-Technologie treibt mit knapp 20 Prozent plus das Wachstum – Technologie-Kooperation CAS mit neun weiteren Herstellern bringt den Anwendern auch im Akku-Bereich die Freiheit, mit verschiedenen Marken in einem System zu arbeiten.

Nürtingen, Mai 2019: Metabo bleibt auf Wachstumskurs: Im Geschäftsjahr 2018 (April 2018 bis März 2019) stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9 Prozent auf 493 Millionen Euro. Währungsbereinigt wäre das Wachstum des Nürtinger Elektrowerkzeug-Herstellers mit 9,6 Prozent sogar fast zweistellig. Regional betrachtet hat sich das Geschäft in Europa mit einem Plus von 9,7 Prozent (währungsbereinigt 11,5 Prozent) besonders gut entwickelt. Das ist für Metabo besonders erfreulich, weil Europa einen Umsatzanteil von rund 70 Prozent ausmacht. Der Treiber des Wachstums ist ganz klar die Akku-Technologie: Der Umsatz mit akkubetriebenen Maschinen stieg um 19,8 Prozent, während kabelgebundene Elektrowerkzeuge nur um 4,3 Prozent zugelegt haben. Innerhalb der Akku-Werkzeuge sind die Maschinen mit 18 Volt die eindeutig größte Gruppe mit einem Anteil von rund 74 Prozent.



Beim Ergebnis liegt das Unternehmen etwas über dem Vorjahresniveau. Eine hohe Preisaggressivität im Markt, die negativen Währungseffekte sowie kräftige Tariferhöhungen und gestiegene Materialpreise aufgrund von Rohstofferhöhungen und Materialverknappungen haben verhindert, dass der Überschuss analog zum Umsatz wachsen konnte. Trotzdem: „Die Gesamtbilanz des Geschäftsjahres ist für uns sehr positiv“, sagt Metabo Geschäftsführer Horst W. Garbrecht. „Wenn wir in einem Markt wachsen, in dem einige sehr große Wettbewerber Umsatzrückgänge hinnehmen mussten, sind wir auf dem richtigen Weg. Es zahlt sich aus, dass wir uns konsequent auf professionelle Anwender in Handwerk und Industrie konzentrieren und die Technologieführerschaft im Akku-Bereich erobert haben. Wir gewinnen seit Jahren konstant Marktanteile – und das ist, was wir wollen.“


Auf dem Weg zum Branchen-Standard bei der Akku-Technologie

Der Metabo Chef ist absolut überzeugt, dass die Akku-Technologie die Zukunft der Elektrowerkzeug-Branche ist. „In industrialisierten Ländern liegt ihr Anteil wert- und zahlenmäßig inzwischen durchgängig bei 50 Prozent und mehr – bei weiter klar steigender Tendenz.“ Vor diesem Hintergrund hat Metabo im Sommer 2018 eine in der Branche einmalige Initiative gestartet: Das Cordless Alliance System oder kurz CAS. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine von Metabo initiierte Kooperation von aktuell zehn Herstellern. Rothenberger, Mafell, Eisenblätter, Collomix, Haaga, Starmix, Eibenstock, Steinel und Rokamat nutzen die Akku-Technologie von Metabo für ihre Akku-Werkzeuge. „CAS ist auf dem Weg, eine Art Branchen-Standard zu werden. Wir führen im Moment Gespräche mit einer ganzen Reihe weiterer, teils sehr bekannter Hersteller, die großes Interesse haben, ein Teil von CAS zu werden“, erklärt Garbrecht. „Und solange es sich dabei um Marken handelt, die professionelle Anwender im Fokus haben, lautet die Devise: ‚Je mehr, desto besser‘. Denn wir wissen aus vielen Gesprächen mit Anwendern, dass ein Wunsch ganz oben auf der Liste steht: Die Flexibilität, mit nur einem Akku-System und den Maschinen verschiedener Hersteller arbeiten zu können.“



Das liegt laut Garbrecht daran, dass es in der Branche eine ganze Reihe von Spezialisten gibt, die ganz genau auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe zugeschnittene Maschinen bieten. Aber diese Spezialisten haben im Gegensatz zu Metabo nicht die ganze Palette an gängigen Werkzeugen im Programm, die ein Handwerker über Spezialwerkzeuge hinaus für sein Gewerk braucht. Bei kabelgebundenen Maschinen ist das auch kein Problem, da ist die Steckdose die Universal-Schnittstelle aller Hersteller. Aber die Akku-Systeme der einzelnen Hersteller sind typischerweise nicht untereinander kompatibel. Garbrecht: „Das haben wir zumindest für die Maschinen der CAS-Partner geändert. Aktuell mehr als 120 Akku-Werkzeuge, Akkus und Ladegeräte aller zehn Hersteller sind untereinander hundertprozentig kompatibel. Wenn also ein Sanitär-Experte die akkubetriebene Rohrpresse von Rothenberger einsetzen will und beispielsweise noch eine Säbelsäge braucht, kann er unsere nehmen – und mit dem Rothenberger-Akku betreiben. Das gilt auch für den Zimmermann, der auf Mafell-Sägen schwört, aber eben auch den Bohrhammer haben will, den Mafell nicht im Programm hat“, erklärt Garbrecht.


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